historisch-politische Bildung
für Kinder und Jugendliche

Klänge des Verschweigens - Angebot für Schulen


Heckmann
Wie ein schwuler Musiker den Nationalsozialismus überlebte

Ein Film / Zwei Ausstellungen

Bildungsveranstaltung für Schüler und Schülerinnen der Klassen 9 bis 12

Datum: 16. Juli bis 24. Juli 2012
Ort: Stuttgart, Jugendhaus Mitte

http://www.dasmitte.de

Projektziele
  • Jugendliche bekommen Kenntnisse über die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus und über die Auswirkungen bis heute vermittelt.
  • Jugendliche reflektieren über grundlegende Menschenrechte und das diese allen Menschen - ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung - zustehen.
  • Jugendliche setzen sich mit der Sorge auseinander, aufgrund eines Merkmals, welches sie von anderen unterscheidet, ausgegrenzt zu werden.
  • Jugendliche denken über ihnen bekannte Familienmodelle, familiäre Wertvorstellung und über eigene Frauen- und Männerrollen-Leitbilder nach.
  • Jugendliche erfahren, dass eine positive Einstellung zur Vielfalt der Menschen, ein selbsbestimmtes Leben in Würde und Freiheit fördern kann.
  • Jugendliche werden ermutigt, Ausgrenzung und Diskriminierung wahrzunehmen und couragiert dagegen aufzutreten

Film - Klänge des Verschweigens

Wilhelm Heckmann war ein Unterhaltungsmusiker, der über sechs Jahrzehnte lang in Deutschland auftrat, u.a. auch mehrfach in Stuttgart (z.B. 1931 – 1933: Hafenschenke Stuttgart als Sänger, Pianist und Alleinunterhalter).
Am 29.07.1937 wurde er von der Gestapo aufgrund seiner Homosexualität verhaftet, und kam über das KZ Dachau in das KZ Mauthausen. Nach jahrelanger Arbeit im Steinbruch wurde er im „KZ-Orchester“ eingesetzt, und musste auch zu Hinrichtungen aufspielen. Dieser Umstand rettete ihm vielleicht das Leben…
Erst zum 90. Geburtstag erfährt sein Neffe, der Filmemacher Klaus Stanjek durch Zufall vom KZ-Aufenthalt und der sexuellen Neigung seines Onkels. Eine spannende detektivische Spurensuche in der eigenen Familie beginnt.

Ausstellung - Die Verfolgung Homosexueller in Stuttgart

Schwul-lesbisches Leben vor 1933 in Stuttgart, die Verfolgung im Nationalsozialismus sowie die fortdauernde Kriminalisierung Homosexueller bis 1969 in der Region.
Die Ausstellung wurde vom Verein Weissenburg e. V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stuttgart 2010 erstellt. Darin wird auch der Frage nachgegangen, warum es bis heute keinen Ort der Information und des Gedenkens für die homosexuellen Opfer von Verfolgung, Demütigung und Ausgrenzung in Stuttgart und in Baden-Württemberg gibt.

Ausstellung - Mauthausen - Betrachtung einer KZ-Gedenkstätte - Fotografien 1995 - 1997

Inhalt der Ausstellung
Drei Stuttgarter Fotografen haben über Jahre die Gedenkstätte zu den Befreiungsfeierlichkeiten besucht und verarbeiten ihre persönlichen Eindrücke von Begegnungen mit ehemaligen Häftlingen und der Nüchternheit des Ortes.
Die Fotoausstellung beschreibt dokumentarisch die KZ Gedenkstätte Mauthausen.
Gebäude, Hinweisschilder, Menschen.
Einerseits kalte Mauern und nüchterne Hinweisschilder, andererseits junge und alte Menschen während der Befreiungsfeierlichkeiten. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Eindrücke und Empfindungen.

Dauer

Die Bildungsveranstaltung wird von geschulten Guides begleitet und dauert ca. 2 Stunden.

Für den anschließenden Besuch der Ausstellungen sollten mindestens 30 Minuten eingeplant werden.

Gruppengröße mindestens 15, maximal 40 Jugendliche.

Kontakt/Buchung



Kooperationspartner/innen

CINETARIUM, Klaus Stanjek
http://www.CINETARIUM.de

Manuel Koesters
http://www.jugendhilfe-coaching.de

Rosa-Winkel-Initiative der Weissenburg e.V.
http://www.zentrum-weissenburg.de

Mauthausen Komitee Stuttgart e.V.
http://www.mksev.de

Initiativgruppe Homosexualität Stuttgart e.V.
http://www.ihs-ev.de

IG CSD Stuttgart e.V.
http://www.csd-stuttgart.de
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