historisch-politische Bildung
für Kinder und Jugendliche

Warum DDR-Geschichte auch in Baden-Württemberg wichtig ist


ddr
© Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Fortbildungsseminar
für LehrerInnen der Sek. I und II mit den Fächern Geschichte, Politik/Politische Bildung, Ethik, Deutsch, Sozial- und Gemeinschaftskunde, Religion, Psychologie, Erdkunde, Multiplikator/-innen der historisch-politischen Bildung, Träger und Institutionen der kommunalen Bildungsarbeit sowie Vertreter von Museen

Mittwoch, 06. November 2013 mußte leider abgesagt werden


Die friedliche Revolution in der DDR 1989/1990 war eine der zentralen Voraussetzungen für die deutsche Einheit und das Ende der deutschen Teilung am 3. Oktober 1990.
Die Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949 war nur begrenzt Sache der Deutschen selbst. Sie war eine Folge des vom NS-Staat entfesselten Vernichtungskriegs in Europa. Danach sollte Deutschland nicht mehr souverän über seine eigene Politik bestimmen können.
Der Kontrast beider Systeme – Demokratie versus Diktatur – war immens, Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten gab es zwischen 1949 und 1989 jedoch immer.
Mehr als zwanzig Jahre danach wird die Geschichte der DDR zu wenig aus gesamtdeutscher Perspektive begriffen. In der Fortbildung wird diskutiert, warum DDR-Geschichte auch in Westdeutschland heutzutage eine wichtige Rolle in der historisch-politischen Bildung spielen sollte.

Die Fortbildung nimmt die Probleme, Möglichkeiten und Formen der Vermittlung von DDR-Geschichte in der Schule und in der außerschulischen Bildungsarbeit in den Blick. Dazu soll neben grundsätzlichen Fragen auch die Rezeptionsgeschichte behandelt werden. Die Fortbildung diskutiert zentrale Fragen der doppelten deutschen Nachkriegsgeschichte, stellt Bildungsangebote vor und erprobt Einheiten für den Unterricht in unterschiedlichen Schulformen: Grund- und Berufsschulen, Sek 1 und Sek 2.

Die Teilnehmenden lernen den neuesten fachdidaktischen und historisch-wissenschaftlichen Stand des Themas im Rahmen eines kompetenzbasierten Unterrichts kennen (vor allem: Frage-, Deutungs- und Urteilskompetenz, narrative Kompetenz, Lebensweltbezug).

Referent: Dr. Jens Hüttmann

Leiter Schulische Bildungsarbeit, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Bundesstiftung